
Berufliche Ausbildung an der Goethe-Universität
In den vergangenen Monaten kamen nicht nur Studierende neu an die Goethe-Universität: Auch 29 Auszubildende konnte die Universität in den 16 Fachbereichen und der Verwaltung begrüßen. Zwischen August und Oktober haben sie ihre Berufsausbildung am Campus Bockenheim, Westend, Riedberg oder Niederrad aufgenommen. Sie haben sich für einen von dreizehn Ausbildungsberufen entschieden, von Kauffrau oder Kaufmann für Bürokommunikation über Industriemechaniker bis Tischler oder Chemielaborantin. Die größte Gruppe bilden die sieben zukünftigen Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, die ihre Ausbildung in den Bibliotheken der Goethe- Universität absolvieren.
Die 20-jährige Nicole Diemar entdeckte für sich nach ihrem guten Schulunterricht in Chemie und einem Praktikum bei der Firma Bayer die Ausbildung zur Chemielaborantin. „Unter Anleitung von Prof. Holger Stark am Institut für Pharmazeutische Chemie lerne ich jetzt die Synthese, die Herstellung von neuen Stoffen, und die Aufarbeitung von Substanzen zur Entfernung von unerwünschten Stoffen“, berichtet sie. Adrian Rettich hat das Duale Bachelor Studium „Angewandte Informatik“ aufgenommen, das vom Hochschulrechenzentrum (HRZ) der Goethe-Universität gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim angeboten wird. Je ein Quartal des dreijährigen Studiums wird er in Frankfurt verbringen. „Mir gefiel die Vorstellung, an der Universität zu arbeiten, und ich hoffe, dass es hier tatsächlich weniger steril als in einer großen Firma zugeht“, so der 18-Jährige. Nicole Pritschkat und Laura Feuerstein, 19 und 20 Jahre alt, lassen sich an der Goethe- Universität zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ausbilden. „Ich freue mich darauf, so viele unterschiedliche Bibliotheken kennenzulernen. Ich arbeite jetzt im Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften am Campus Westend, dann in einer Fachbereichsbibliothek und später in der Universitätsbibliothek. Ein bisschen Erfahrung habe ich vorher schon bei einem Praktikum gesammelt“, erzählt Feuerstein. Pritschkat hat bereits während ihrer Schulzeit in der Schulbibliothek gearbeitet. „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich informiert und erfahren, dass an der Goethe-Universität besonders die praktische Ausbildung gut sein soll“, berichtet sie.
In ihren drei bis dreieinhalb Jahren als Auszubildende an der Goethe-Universität werden sie von Hannah Demonty, als Hauptverantwortliche, und Steffi Wegner in der Abteilung Personalservices betreut. Damit sich alle neuen Auszubildenden in lockerer Atmosphäre untereinander kennenlernen, lud die Ausbildungsleitung sie im September zu einer Begrüßungsveranstaltung ein. „Wir stehen den Auszubildenden natürlich während der gesamten Ausbildungszeit für Rückfragen oder bei Problemen zur Verfügung“, betont Demonty. Auch die im Frühjahr neu gewählte Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) stellte sich bei diesem Treffen vor.
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