28. Internationale Jahrestagung der Integrations-/Inklusionsforscher und -forscherinnen

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 Zur Logik der Widrigkeiten - Theoriefundamente der Inklusion

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

liebe an der Weiterentwicklung inklusiver Verhältnisse Interessierte,

die 28. Jahrestagung der Integrations- und Inklusionsforscherinnen und -forscher in deutschsprachigen Ländern wird im Jahr 2014 vom Institut für Sonderpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt ausgerichtet. Sie findet vom 19. bis 22. Februar 2014 statt. Ort der Tagung ist das Wilhelm-Kempf-Haus in Naurod bei Wiesbaden.

Die Verabschiedung der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen gab der Integrations-/Inklusionsbewegung Rückenwind. Mittlerweile wird deutlich, dass die Mühen der Ebene erreicht sind. Die Tagung soll Raum geben für eine kritische Betrachtung der derzeitigen Realität und der theoretischen Fundierung. Deshalb trägt sie den Titel:

Zur Logik der Widrigkeiten – Theoriefundamente der Inklusion.

Wir meinen, es sei angesichts des mittlerweile meist missbräuchlichen Umgangs mit dem Begriff der Inklusion an der Zeit, den Begriff zu schärfen, seine politische Dimension zu präzisieren, inklusive Verhältnisse in den verschiedenen Lebensbereichen zu beschreiben und die Stellung der Integrations- bzw. Inklusions-Forschung sowie die Chancen ihres Beitrags zur Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Verhältnisse in den Blick zu nehmen. Dies verstehen wir als Auftrag sowohl für die Plenumssitzungen als auch für die Arbeitsgruppen und laden Sie herzlich zur Mitarbeit ein.

Zum  Programm:

Plenum

Das  Programm der Plenumssitzungen sieht vor, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Nach einer Einführung in die Tagung am Mittwoch haben wir für Donnerstag und Freitag jeweils Beiträge zum Tagungsthema aus der Sicht der Professionsgeschichte, der Disability Studies, der Erziehungswissenschaft und der Soziologie erbeten.

Für den Freitagnachmittag laden wir alle Disziplinen des Fachbereichs Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität ein. Die Frage, ob Inklusion sich zu einem der Querschnittsthemen der Erziehungswissenschaft entwickeln könnte und welche Perspektiven sich damit für Lehre und Forschung eröffnen, halten wir für ein Thema, das hier und anderswo Relevanz besitzt.

Frankfurt war seit den 80er Jahren eines der Zentren der Integrationsforschung. Die Frage der ersten Integrationsforscherinnen und -forscher, was das eigentlich sei, „Integrationsforschung“, ist bis heute virulent. In der Forschung spiegelt sich die Logik der Widrigkeiten verdichtet. Ihr wird der Samstagmorgen gewidmet, indem die Integrations- bzw. Inklusionsforschung und ihre schwierige Stellung zwischen Forschungs- und politischen Anliegen und Auftraggebern kritisch beleuchtet werden – darauf bauend, dass Impulse für weitere Forschung und Unterstützung für laufende Projekte entstehen.

Arbeitsgruppen

In Leipzig wurden verschiedene Wünsche an uns gerichtet, die uns zu folgender Planung führten und sich damit für Sie drei verschiedene Möglichkeiten der Diskussion von Forschungsfragen und -methoden ergeben:

a) Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenbereichen.

b) Panels : Arbeitsgruppen, in denen Teilnehmende, die ein bestimmtes Thema bzw. spezielle Forschungsvorhaben oder -methoden gemeinsam mit anderen beraten wollen und dies selbstorganisiert haben.

c) An Stelle des open space werden für die Bearbeitung von Anliegen, die sich in Arbeitsgruppenphasen oder auf der Tagung spontan ergeben, jeweils zwei freie Räume für Gruppen zur Verfügung stehen. Themen, die sich ergeben, werden für alle sichtbar notiert, so dass sich Interessierte anschließen können. Die Organisation erfolgt vor Ort mit unserer Unterstützung.

Rahmenprogramm

Zeit für Gespräche und vergnügte Begegnungen sind wichtig; sie rahmen die Tagung. Dazu bieten der Mittwoch- und Freitagabend in Naurod Gelegenheit und der Donnerstagabend bei einem Ausflug nach Frankfut mit der Möglichkeit an einer Führung im Frankfurter Städel teilzunehmen und u.a. Tischbeins berühmtes Bild "Goethe in der Campagna" zu bewundern. Wir bitten Sie, sich bei der Anmeldung dafür gesondert anzumelden. Für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, bieten wir am Samstag nach der Veranstaltung einen Shuttle-Service zum Hauptbahnhof in Frankfurt.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit, auf gute und weiterführende Gespräche und auf Vergnügliches am Rande.

Seien Sie willkommen zur 28. Jahrestagung!

Es grüßt Sie herzlich

Das Vorbereitungsteam